Zweijährige Kräuter können jetzt umgepflanzt werden. Jetzt beginnt auch schon die Pflanzzeit für Tulpen und andere Zwiebelblumen. Aus Stecklingen oder bewurzelten Ausläufern legt man neue Himbeerhecken an. Zum Stützen dieser Hecken spannt man Drähte, die man an einfachen Holzpflöcken befestigt. Auch neue Johannisbeeren kann man nun aus Stecklingen gewinnen.
Sogar im Oktober kann noch ein letztes Mal Spinat gesät werden.
Decken Sie alle leerstehenden Beete mit Laub, Stroh oder Ähnlichem ab oder säen Sie Winterroggen als Gründüngung ein.
Sie können jetzt Johannis- oder Stachelbeeren problemlos umsetzten oder auch noch über Stecklinge vermehren. Kartoffeln, Rote Rüben, Kohl und Zuckerhut werden eingekellert, Möhren und Chicorée in Kisten mit Sand eingeschlagen. Folgendes Gemüse können Sie jetzt noch draußen lassen:
Aussaaten: Stecken Sie Wintersteckzwiebeln in die Erde, dann haben sie den ganzen Winter über frisches Zwiebelgrün zum Würzen und können schon zeitig im Juni die ersten Zwiebeln ernten. Pflanzen: Hecken und alle Laub- oder Nadelgehölze können jetzt gepflanzt werden, ebenso auch noch Beerensträucher. Topfen Sie Petersilie und Schnittlauch für die Küche ein. Ernten: Allerletzter Termin, um Petersilie zu ernten und Überschüsse evl. einzufrieren.
Da nun auch wieder eine Menge Laub und Gehölzschnitt anfällt, ist die Zeit günstig, ein Hügelbeet anzulegen, wozu erst mal eine Schicht Mutterboden abgehoben wird, in diese Grube dann zuunterst Baumschnitt und darüber Laub, Grassoden oder halbverrotteter Kompost geschichtet wird. Abgedeckt wird dieser Hügel dann mit dem Mutterboden (s.o.).
Das Herbstlaub ist viel zu schade für die Mülltonne! Wenn es verrottet, ergibt es herrlichen Humus. Legen Sie es also entweder in der Kompostmiete an oder praktizieren Sie einfach eine Flächenkompostierung unter Bäumen und Sträuchern. Am schnellsten verrottet es, wenn Sie es mit dem letzten Grasschnitt vermischen. Warten Sie einfach, bis alles Laub abgefallen ist und nehmen Sie es dann beim Mähen mit auf. So ist es auch schon gleich zerkleinert. Auf diese Weise wird es bis zum nächsten Frühjahr vollständig verrottet sein und sie ersparen sich außerdem das mühselige Zusammenrechen.
Wenn Sie die Haltbarkeit Ihrer Gartengeräte verlängern wollen, reinigen Sie diese nun und wachsen und fetten sie anschließend ein.
Sollten Sie inzwischen auch zu den Mulchgärtnern gehören, wird es nun höchste Zeit, Ihren Garten für den Winter schön warm einzupacken. Als schützende Mulchdecke (15-20 cm dick) eignen sich alle organischen Materialien, wie z.B. Heu, Stroh, Grasschnitt, Laub, Grünabfälle und sogar Pappe. Ihr Garten wird es Ihnen im nächsten Frühjahr mit einem lockeren Boden (ohne Umgraben!) fehlendes lästiges Unkraut und einem reichen Bodenleben danken.
Die Ernte von Wintergemüse ist nun in vollem Gange:
Wurzelgemüse (Möhren, Pastinaken, Rote Beete) wurde ja bereits in Mieten eingelagert, kann aber im Mulchgarten auch einfach im Boden belassen werden. Durch die dicke Mulchdecke hält der Boden noch eine ganze Weile den Angriffen des Frostes stand.